Information über Risiken bei der Behandlung mit Botulinumtoxin A

Eine Botulinumtoxinbehandlung (bisher am besten bekannt unter Botox) ist bei fachkundiger und verantwortlicher Anwendung sehr gut verträglich und nebenwirkungsarm.

  • Botulinumtoxin (BTX) ist das Produkt eines Bakteriums und war früher als Auslöser gefährlicher Lebensmittelvergiftungen bekannt. Aufgrund der durch die Lebensmittelvergiftungen erhaltenen Beobachtungen wissen wir heute, dass mit keinen langfristigen Komplikationen bei der Anwendung von BTX zu rechnen ist.
  • 1980 wurde BTX erstmals zu therapeutischen Zwecken angewandt. Es war inzwischen gelungen, den Wirkmechanismus des BTX zu klären.
  • Heute wird BTX bei verschiedenen Symptomen angewandt (die Anwendung reicht von neurologischen Störungen, wie Muskelkrämpfen, über übermäßiges Schwitzen, Migräne bis zum „Kampf“ gegen Falten).
  • Durch die Behandlung mit Botulinumtoxin A werden Muskeln gezielt ruhiggestellt (durch Hemmung der Überleitungssubstanz vom Nervenende auf den Muskel). Die Glättung des Hautreliefs basiert auf drei ineinandergreifenden Effekten

- Entspannung der Muskulatur

- Glattziehung der Haut durch den Ruhetonus der Gegenspielermuskulatur

- Auf- und Umbau des nicht mehr mechanisch belasteten Bindegewebes

    • Nebenwirkungen und Komplikationen sind kaum zu erwarten. Botulinumtoxin A
      wird vom Körper auf natürlichem Weg (Enzyme) abgebaut. Wie bei jeder anderen Einspritzung in die Haut kann es in seltenen Fällen zu einer Hautreizung, Hautinfektion oder einem Bluterguss kommen

    • Allergische Reaktionen, die auch nach wiederholter Anwendung von BTX auftreten können, sind höchst selten.

    • Die Wirkung einer Behandlung hält in der Regel 3 – 4 Monate an, sie kann jedoch erheblich kürzer oder länger andauern.

    • Sehr selten wurde auch ein leichter Kopfschmerz in den ersten 48 Stunden bei Behandlung der Zornesfalte beobachtet.

    • Die verwendete Menge der BTX-Einheiten in der Dermatologie ist ein Bruchteil der Menge, die für den Menschen gefährlich werden könnte.
    • BTX kann die Blut-Hirnschranke nicht passieren. Eine Wirkung im zentralen Nervensystem ist somit unwahrscheinlich.

    • Botulinumtoxin soll bei einer Reihe von Erkrankungen, in der Schwangerschaft und Stillzeit, sowie bei der Einnahme von einigen Medikamenten nicht genutzt werden. Der behandelnde Arzt wird vor der Behandlung eine eingehende Befragung vornehmen (z. B. Fragen nach Einnahme von Gerinnungshemmern, verschiedenen Antibiotika, Beruhigungsmitteln, schwerwiegenden Vorerkrankungen, Muskelerkrankungen u. s. w.).

    • Der Erfolg, des Ausmaßes der Muskelentspannung ist von Patient zu Patient verschieden. Eine Glättung der Haut ist nachweislich, kann jedoch nicht garantiert werden.

    • Die Kosten einer Behandlung variieren je nach Stärke der Muskeln und Ausmaß
      des zu behandelnden Hautareals.